
Mumbais neue Wasser-Metro soll Pendlerzeiten halbieren
Indien plant und setzt die landesweite Einführung einer „Wasser-Metro“ um – in 18 Städten. Auch in der „Mumbai Metropolitan Region“ steht der Verkehr vor einer Revolution, um verstopfte Straßen durch feste Routen und Terminals nach dem „Sealink“ weiter zu entlasten. Mumbai passe perfekt in das Raster der neuen „National Water Metro Policy“, denn die große Stadt leide unter extremen Straßenstaus, so das zuständige Ministerium, und besitze für das Projekt zudem ideal nutzbare Küsten- und Hafengewässer
Planungen für Terminals und Routen laufen
Während indische Städte wie Varanasi oder Guwahati in der allerersten Phase starten, laufen für die Region Mumbai konkrete Vorbereitungen, darunter Ausschreibungen für Terminals und Planungen für Routen zur Anbindung des neuen Flughafens in Navi Mumbai (NMIA). Schon in der ersten Phase ab Ende des Jahres 2026 sollen über zehn Routen und über 20 Terminals angegangen werden, darunter Schlüsselverbindungen wie Nariman Point – Worli – Bandra – Juhu – Versova, die wichtige Wirtschaftsknotenpunkte sowie den Flughafen Navi Mumbai (NMIA) verbinden. Dabei sollen zunächst bestehende Routen und Schiffe modernisiert werden; unter anderem die Strecken vom Gateway of India nach Elephanta und Mandwa. Danach sollen neue strategische Linien kommen; zum Beispiel Querverbindungen auch nach Thane. Eine Schlüsselstrecke entlang der Westküste soll Bandra, Worli und Nariman Point verbinden, eine weitere von etwa dem Gateway of India zum Flughafen „NMIA“, was die Anreisezeit halbieren soll, auf dann rund 45 Minuten.
Final sollen es über 200 Elektro-Fähren sein
Im Endausbau sollen es knapp 250 km Wasserweg in der Region sein. Der Ausbau – in einem „Public-Private Partnership Modell – umfasse dabei moderne, batteriebetriebene Elektro- und Hybrid-Fähren, die die Reisezeit um bis zu 50 Prozent verkürzen sollen. Das ehrgeizige Vorhaben (rund 300 Millionen Euro) setzt final auf eine Flotte von über 200 umweltfreundlichen Elektro-Fähren, wobei die Fertigstellung der ersten Phase für 2029 vorgesehen ist. Die Ticketpreise sollen erschwinglich bleiben, heißt es aus dem zuständigen Ministerium, orientiere sich an der Preisgestaltung der U-Bahnen, um Pendlern eine echte Alternative zu bieten.
Infos vom Ministry of Ports, Shipping and Waterways unter https://shipmin.gov.in/sites/default/files/Draft%20Scheme%20on%20Development%20of%20Water%20Metro.pdf