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Feierlichkeit zum Republic Day of India

Indien feiert den „Republic Day“ jedes Jahr am 26. Januar, obwohl der 15. August 1947 der indische Unabhängigkeitstag ist, trat erst 1950 an diesem Tag die indische Verfassung in Kraft, wodurch Indien offiziell zu einer demokratischen Republik wurde. 

Auch vom Indischen Honorarkonsulat wird dieser Termin jährlich festlich und traditionell in Stuttgart begangen – mit der Nationalhymne, gesungen von Abhinandini Kumaraguru, dem Entzünden der Öllampe, Grußworten und einem kulturellen Programm mit Tänzen von Medini Shetty und Roohani Singh.

„Die demokratischen Herausforderungen Indiens sind mannigfaltig“, betonte Andreas Lapp, Honorarkonsul Indiens für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, „nicht nur wegen der Distanzen, der Sprachen oder der Völker.“ Der Honorarkonsul erinnerte in diesem Kontext an die Größe Indiens, das flächenmäßig in etwa der Größe von West- und Mitteleuropa entspricht. Trotzdem schaffe es dieses Land, einen enormen Entwicklungssprung in die Zukunft zu machen.

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Karlsruhe ist eine feste Größe 

Lobend erwähnte der Honorarkonsul auch die vielen Karlsruher Aktivitäten, die das deutsch-indische Verhältnis enorm unterstützen würden, dabei sei Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ein „Kämpfer für die deutsch-indische Sache“, ein Mensch, der mit Herz und Seele dabei sei. Das stärke auch die Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und dem indischen Bundesstaat Maharashtra. Aktuell tue sich viel, so Lapp, und davon würden viele weiteren Initiativen und Kooperationen profitieren.

In seinem Grußwort ging der indische Botschafter in Deutschland, Ajit Vinayak Gupte, auch auf die Vielfalt der Beziehungen ein. Erfreulich sei diese Entwicklung, stehe sie doch auf einer immer breiteren Basis, „nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Bereich der Wissenschaft oder im Kulturellen“ – und entwickle sich rasant weiter. Dabei erwähnte der Botschafter auch die rund 60.000 indischen Studenten oder über 300.000 Inder in Deutschland, viele davon auch in der Technologieregion Karlsruhe. Gerade die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Deutschland wären seit 1951 eine feste Größe, unterstützt durch die regelmäßigen und guten Kontakte und Delegationen – ob zuletzt vom Bundeskanzler, der Präsidentin der Europäischen Kommission oder auch aus Stuttgart und Karlsruhe. „Für uns ist klar, dass wir auch die Kooperationen von Baden-Württemberg nach Indien, dieses Engagement immer gerne unterstützen“, so Botschafter Gupte – und sprach explizit dabei die „India Summer Days“ in Karlsruhe an, die im vergangenen Jahr rund 40.000 Besucherinnen und Besucher anzogen: „Gerade solche interkulturellen Veranstaltungen bringen die Menschen in beiden Ländern zusammen. Das ist ein sehr gutes Beispiel!“

 

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Inspiration von Indien

Das große Engagement im Südwesten für die deutsch-indischen Kooperationen und Projekte sei in vielen Bereichen erkennbar, betonte auch der indische Generalkonsul Shatrughna Sinha; das habe sich zudem sehr gut in den vergangenen Jahren entwickelt: „Baden-Württemberg spielt eine besondere Rolle. Es ist eine reale Beziehung, die sich seit Jahren auch immer weiter vertieft hat.“ Zustimmung auch bei Staatsminister Jörg Krauss; diese Kooperationen hätten ein enormes Potenzial, das weiter gepflegt und ausgebaut werde.

Honorarkonsul Lapp sei dabei ein wichtiger und stetiger Unterstützer auf dem Weg dieser guten Partnerschaft. Eine Aussage, die auch Karlsruhes Oberbürgermeister unterstrich. Dies eröffne, mit dem steigenden Interesse an Indien, enorme Möglichkeiten. Die Kontakte würden existieren, ob in Wissenschaft, Wirtschaft oder Kultur, doch wichtig sei auch das Vertrauen, das sich im Lauf der Jahre entwickelt habe, das sei eine Wertigkeit den Einzelnen gegenüber, zudem eine glaubhafte und überzeugende Grundlage für so viel in den Kooperationen: „Wir müssen diese Chancen gemeinsam nutzen“, so Oberbürgermeister Dr. Mentrup – und verwies beispielhaft auf Punkte wie Fachkräfte, Studenten, Community, indische Gründungen in der Technologieregion, neue Anlaufstelle für indische Unternehmen in Karlsruhe oder auch den indischen Gewinner beim Award für die Schlosslichtspiele: „Das alles bewegt sich, vieles verbindet sich und liefert die Basis für einen gemeinsamen Erfolg zwischen Karlsruhe und Pune, Baden-Württemberg und Maharashtra sowie Deutschland und Indien. Man könne sich von Indien inspirieren lassen, das habe einen Nutzen für die eigenen Aktivitäten.

 

Fotos: Eindrücke von der Veranstaltung; Andreas Lapp, Honorarkonsul Indiens für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, unter anderem im Gespräch mit dem indischen Botschafter in Deutschland, Ajit Vinayak Gupte, und dem indischen Generalkonsul Shatrughna Sinha / www.jowapress.de