
Drei Sprachen im Gepäck, Karlsruhe im Blick
Eine Delegation des Goethe-Instituts Pune brachte im April 2026 indische Schüler, Schülerinnen, Lehrerinnen und Schulleiterinnen direkt ins Herz der Fächerstadt. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup empfing die Gäste aus dem Bundesstaat Maharashtra, um über Bildungschancen, Forschung und die tiefe Verbundenheit beider Regionen zu sprechen.
Sprachkompetenz als Schlüssel zur Zukunft
Ob Infos über Studiengänge, Strukturen, Forschungseinrichtungen oder berufliche Aussichten: Die Jugendlichen, die zuvor bereits Stationen in Stuttgart, Ulm und Tübingen absolviert hatten, kamen mit einem klaren Ziel nach Karlsruhe: Information aus erster Hand. Am KIT und der DHBW informierten sie sich über Studiengänge, praktische Ansätze bei der Ausbildung und berufliche Perspektiven. Beeindruckend: Die Fragerunde mit dem Oberbürgermeister fand fast vollständig auf Deutsch statt.
Für viele der Schüler und Schülerinnen ist die Sprache der Schlüssel für ein geplantes Studium oder Aufbaustudium (oft auch in Englisch) in Deutschland, oft auch motiviert durch Eltern, die bereits für deutsche Firmen in Indien tätig sind. Die Schulleiterinnen Dr. Suvarna Deshpande, Damini Joshi und Dr. Aparna Morris betonten, dass Deutschkenntnisse ein entscheidender Zugang zur Gesellschaft seien, während die Jugendlichen zu Hause in Pune bereits ganz selbstverständlich dreisprachig, Marathi, Hindi und Englisch, aufwachsen. Hilfreich sei beim Erlernen von Deutsch die bestehende Bildungskooperation zwischen lokalen Schulen und dem Goethe-Institut.

Gelebtes Netzwerk: Das India Board Karlsruhe
Der Austausch sei kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit, informierte das Stadtoberhaupt. Über das „India Board Karlsruhe“ pflege die Stadt enge Kontakte nach Pune. Dr. Mentrup, der das Goethe-Institut in Pune bereits selbst im Rahmen einer Delegationsreise besuchte, hob die Bedeutung dieser Vernetzung hervor. Gerade der persönliche Austausch zwischen den Ländern sei wichtig, so Dr. Mentrup. Ob Wirtschaft, Wissenschaft oder Kultur; die gute und langjährige Partnerschaft sei breit aufgestellt. In und um Karlsruhe sind bereits heute zahlreiche indische Studierende beheimatet, die die internationale Atmosphäre der Region bereichern.
Blick nach vorn: Schulkooperationen im Fokus
Die Zukunft des Austauschs liege in den Schulen. Während bereits zwei Schulen in der Region regelmäßige Kontakte nach Indien pflegen, soll diese Kooperation künftig weiter intensiviert und ausgebaut werden. Ziel der Beteiligten: Interkulturelle Kompetenz über Kontinente hinweg fördern. Ein direkter Austausch im schulischen Bereich biete Schülern in beiden Ländern unschätzbare Vorteile, festige zudem die Brücke zwischen Karlsruhe und Maharashtra nachhaltig.
Solche Begegnungen legen den Grundstein für Events wie die kommenden „India Weeks“ in Karlsruhe, mehr unter https://indiasummerdays.de/aktuelles/
Foto: Gruppenbild / Quelle: www.jowapress.de