10.07.2025
Karlsruhe & Indien: vernetzte Partnerschaft mit Zukunft
Unlängst traf sich das „India Board Karlsruhe“ zum ersten Netzwerktreffen des Jahres 2025, bei der Firma „WIBU-SYSTEMS AG“. Im Mittelpunkt des Austausches der Gäste aus dem indischen Generalkonsulat, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Kultur und Bildungseinrichtungen stand die starke deutsch-indische Partnerschaft mit Fokus auf den Bundesstaat Maharashtra und die Regionen Mumbai, Pune und Hyderabad.


Besonders im Fokus standen dabei Berichte der Delegationen, aktuelle Entwicklungen und neue Projekte. Erkennbar: Karlsruhe und Indien verbindet weit mehr als reine Zusammenarbeit; es ist eine gewachsene Beziehung mit Perspektive. „Nur wer vor Ort ist, kann Beziehungen vertiefen und konkrete Projekte ins Rollen bringen“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (im Bild mit Konsul Amir Bashir). Längst sei Karlsruhe kein kommunales Anhängsel mehr, sondern stand im Mittelpunkt. Erfreulich sei dabei auch die indische Bereitschaft gewesen, mit Karlsruhe direkt zu kooperieren: Ob mehr indische Studenten in Deutschland, Fachkräfte, Kooperationen mit der Industrie oder eine stärkere Unabhängigkeit von China: „Das Selbstbewusstsein in Indien wächst erkennbar, gepaart mit der Bereitschaft, enger mit Europa zu kooperieren. Es zeigt sich, dass es viele Chancen gibt. Es lohnt sich, sich mit Indien zu beschäftigen – und das ist eine gute Gelegenheit für Karlsruhe!“
Ob „Pune Summit“, „Stuttgart meets Mumbai“, kultureller Austausch, Treffen mit Wirtschafts-, kommunalen und politischen Vertretern, Austausch mit dem Generalkonsul oder Besuch von Hochschulen und Partnern: Gerade die jüngsten Delegationsreisen nach Hyderabad, Pune und Mumbai konnten Impulse setzen, erläuterte Ralf Eichhorn von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, auch in den Feldern „Fachkräftegewinnung, Startup-Kooperationen und Hochschulpartnerschaften“. Dabei hob er besonders das gemeinsame Projekt der „NMIMS University Mumbai“ und der Hochschule Karlsruhe zur nachhaltigen Transformation des Thane-Belapur Industrieparks hervor, „ein Beispiel für zukunftsorientierte Zusammenarbeit im Bereich Stadt- und Regionalentwicklung.“ Dabei hätten die Vertreterinnen und Vertreter des „India Boards“ wieder ihre Stärken sichtbar eingebracht. Wichtig sei beim Engagement in Indien die Verlässlichkeit, so Martin Wacker, Geschäftsführer der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH (Bild), durchaus für Karlsruhe mittlerweile ein Gütesiegel, ein Pluspunkt, wie Achim Fabig, der deutsche Generalkonsul in Mumbai, betonte: Karlsruhe werde wahrgenommen, müsse aber am Ball bleiben!
Das KIT berichtete von der kontinuierlich und deutlich (rund 20 Prozent) ansteigenden Zahl der indischen Studenten in Karlsruhe, ein Trend, der zudem anhalte, so Oliver Schmidt, Leiter Internationale Kooperationen und Projekte. Auch würden über die indische Community mehr KIT-Absolventen ins Netzwerk kommen.
Auch vom Gründungsökosystem in Karlsruhe gebe es neue Anknüpfungspunkte, unter anderem mit der geplanten Internationalisierung der Startup-Szene durch den „Indo German Startup Accelerator“. Junge Gründungen aus Karlsruhe hatten dazu in Hyderabad erste Gespräche mit indischen Partnern, was nun in den „International Startup Days Karlsruhe“ mündet, zu denen eine Delegation aus Hyderabad erwartet wird.
„Wir weiten das Netzwerk kontinuierlich aus“, freute sich Eichhorn, denn das Netzwerk in Karlsruhe sei viel mehr als „Business“: Die Partnerschaften mit Indien werden in vielen Bereichen sichtbar, wohl am farbenprächtigsten durch die „India Summer Days“ vom 25. bis 27. Juli als kulturellem Höhepunkt, die mit ihren über 40.000 Besucherinnen und Besuchern – dem größten indischen Kulturevent Deutschlands – eingebettet sind in eine „India Week Karlsruhe“. „Dies funktioniert nur durch das Engagement aller“, so Wacker: „Ob Generalkonsulat, Honorarkonsulat, Land, Stadt Karlsruhe, India Board, Deutsch-Indische Gesellschaft, der indischen Community und den Sponsoren. Sie alle tragen zu diesem Erfolg bei. Es ist eine Freude, dies hier, mitten in Karlsruhe, mit den vielen Angeboten und der besonderen Atmosphäre zu erleben!“ Viele neue Kontakte aus Indien, die bei den Delegationen geknüpft wurden, haben bereits ihr Kommen angekündigt – zum Austausch, zur Vertiefung der Partnerschaft und zum Feiern der indisch-deutschen Freundschaft.
Erkennbar war, dass das „India Board Karlsruhe“ vom Engagement seiner Mitglieder lebt – und vom guten und direkten Draht nach Indien. Das Netzwerktreffen zeigte erneut, wie viel Innovationskraft, Vertrauen und Potenzial in dieser besonderen Verbindung steckt – und wie sehr sich Karlsruhe in vielen Bereichen zu einem regelrechten Hub für Indien entwickelt hat.