
Indien im Blick: Karlsruhe setzt auf neue Partnerschaften
Indien rückt für die Technologieregion Karlsruhe zunehmend in den Fokus, nicht nur als Wachstumsmarkt, sondern als strategische Antwort auf globale Unsicherheiten. „Keiner kann sagen, wie sich unsere bisherigen verlässlichen Handelspartner USA und China nächste Woche verhalten werden“, machte IHK-Präsident Volker Hasbargen auf der Regionalkonferenz deutlich. Neue Partnerschaften gewinnen an Bedeutung, Indien biete dafür enormes Potenzial.
Mit über 1,4 Milliarden Menschen, wachsender Wirtschaftskraft und steigender Offenheit für internationale Kooperationen wird das Land für Unternehmen aus der Region immer attraktiver. Laut Anne Krieckhaus von der Deutsch-Indischen Handelskammer planen „80 Prozent“ der deutschen Unternehmen vor Ort, ihre Aktivitäten in den kommenden fünf Jahren auszubauen. Entscheidend sei dabei vor allem eines: „Indien bedeutet Beziehungen und Geduld.“
Aktives “India Board Karlsruhe”
Dass sich Engagement langfristig auszahlen kann, beschreibt Murad Futehally, Mitglied des „India Boards Karlsruhe“, eindrücklich. Indien sei wie ein „schlafender Elefant“, langsam im Start, aber mit enormer Kraft: „Wenn er einmal wach ist, kann er über 300 Kilometer weit laufen.“ Getrieben von Technologie, Investitionen und Dynamik entwickle sich das Land rasant. Technologien, Investitionen, Umsetzungswille: Futehally zeigte das anhand gigantischer Schnellstraßen auf, die übers Wasser geführt werden und so das enge chaotische innerstädtische Verkehrswirrwarr in moderne Bahnen lenke.
Die Region Karlsruhe habe sich in Sachen Indien früh positioniert. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup betonte den Vorsprung durch gewachsene Netzwerke: „Damit sind wir schneller als alle anderen Regionen.“ Nach jüngsten Delegationsreisen sehen auch TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz und Ralf Eichhorn von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe konkrete Perspektiven. Die Botschaft ist klar: Indien ist kein Markt der Zukunft mehr, sondern einer der Gegenwart. Und Karlsruhe sei bereit, diese Chance zu nutzen.
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Foto: Blick auf die “Mumbai Coastal Road”, ein gigantisches Projekt, das Transfer-Zeiten in der Megacity massiv reduziert - und einmal achtspurig über rund 30 Kilometer Marine Drive im Süden Mumbais an Kandivali im Norden verbinden soll - komplett im Meer gebaut, vor der Küste / www.jowapress.de